Am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, fand an der Theodor-Fontane-Schule Letschin für die Klassen 9a und 9b ein besonderer Projekttag zum Thema Demokratie und Kommunalpolitik statt. Veranstaltet wurde der Demokratietag von der Deutschen Gesellschaft e. V. aus Berlin. Unter dem Titel „Demokratie vor Ort“ konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie politische Entscheidungen in einer Gemeinde entstehen und warum Mitbestimmung wichtig ist.
Der Projekttag fand im Multifunktionsraum der Sporthalle statt. Zu Beginn wurden die Jugendlichen von den Projektleiterinnen begrüßt und in das Thema eingeführt. Dabei zeigte sich schnell, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits über ein großes Vorwissen verfügten. Dieses Wissen hatten sie sich unter anderem im Politikunterricht bei Tina Schwudke erarbeitet. Die Projektleiterinnen lobten ausdrücklich, wie sicher viele Jugendliche politische Begriffe und Zusammenhänge erklären konnten.
Nach dem Einstieg folgte ein Warm-up-Spiel, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aussagen positionieren mussten. Anschließend wurde in einem Bingo-Spiel mit politischen Begriffen gearbeitet. Dabei erklärten sich die Jugendlichen gegenseitig Begriffe aus Politik und Gesellschaft und kamen miteinander ins Gespräch.
Im Mittelpunkt des Tages stand das Planspiel „Demokratie vor Ort“. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rollen verschiedener fiktiver Parteien und Interessengruppen. Gemeinsam simulierten sie eine Kommunalratssitzung in der fiktiven Stadt Ottersfelde. Dort steht am Marktplatz ein altes, leerstehendes Gebäude, über dessen zukünftige Nutzung entschieden werden sollte. Eine mögliche Idee war, in dem Gebäude einen Jugendtreff entstehen zu lassen.
In ihren Rollen diskutierten die Jugendlichen unterschiedliche Vorschläge, sammelten Argumente und mussten auf die Meinungen der anderen Gruppen eingehen. Zwei Schülerinnen bzw. Schüler übernahmen dabei die Rolle der Vorsitzenden und leiteten die Sitzung. Schnell wurde deutlich: Demokratie bedeutet nicht nur, die eigene Meinung zu vertreten, sondern auch zuzuhören, andere Standpunkte ernst zu nehmen und gemeinsam nach Kompromissen zu suchen.
Besonders wertvoll war, dass die Schülerinnen und Schüler Politik nicht nur theoretisch besprachen, sondern selbst ausprobieren konnten. Sie erlebten, wie schwierig es sein kann, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen und am Ende eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig zeigten viele Gruppen großes Engagement, gute Zusammenarbeit und Freude an der Diskussion.
Zum Abschluss gab es ein Quiz mit mehreren Runden, bei dem die Jugendlichen ihr neu erworbenes Wissen testen konnten. Auch hier waren Teamgeist und Konzentration gefragt. Kleine Preise sorgten zusätzlich für Motivation und gute Stimmung.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler fielen sehr positiv aus. Viele beschrieben den Projekttag als spannend, abwechslungsreich und lehrreich. Besonders das Planspiel und das Quiz kamen gut an. Mehrere Jugendliche äußerten den Wunsch, einen solchen Projekttag im nächsten Schuljahr noch einmal durchzuführen.
Der Demokratietag zeigte eindrucksvoll, dass politische Bildung besonders dann wirkt, wenn Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden können. Die Klassen 9a und 9b erhielten einen lebendigen Einblick in Kommunalpolitik und erfuhren, wie wichtig Zusammenarbeit, Diskussion und Mitbestimmung für demokratische Entscheidungen sind.
Veranstalter:
Deutsche Gesellschaft e. V.
Eingetragener Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa
Mauerstraße 83/84
10117 Berlin
www.deutsche-gesellschaft-ev.de